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Die «Rasenden Reporter» |
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Der Freifachkurs «Rasende Reporter» richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 1. bis 3. Sekundarstufe der Schule Zürich Nord. Hier lernen interessierte Jugendliche verschiedene Formen des Schreibens kennen, indem sie literarische Reportagen sowie aktuelle journalistische Texte lesen und sich selber im Formulieren üben. Gemeinsam wird recherchiert, es werden Interviews vorbereitet und durchgeführt, die entworfenen Texte werden gegenseitig redigiert und überarbeitet. Die Produkte der «Rasenden Reporter» – Beschreibungen, Berichte, Reportagen und Interviews – erscheinen regelmässig auf der Homepage der SZN oder ab Frühling 2010 in der Publikation «NORDpunkt». |
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«Rasende Reporter» porträtieren «Rasende Reporter» |
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Die 7 «Rasenden Reporter» - vorgestellt in 7 Kurzporträts
Der Menschenfreund Francis wohnt auf dem Zürichberg und besucht die Schule Zürich Nord in Oerlikon. Nach der zweiten Sek. will er ins Gymnasium wechseln und später die Matura machen. Francis reist viel, einmal ist er sogar um die ganze Welt geflogen. Die Freunde und die Familie sind ihm sehr wichtig. Er hat drei ältere Schwestern, und da er ein Nachzügler ist, haben ihm seine Eltern den zweiten Namen Benjamin gegeben. (Von Patrick)
Die Tierliebende Selina wurde 1997 in Uster geboren und lebt mit ihren Eltern und ihren zwei Degus in einem Reihenhaus in Nänikon. Als Tierliebhaberin würde sie später am liebsten Diensthundeführerin werden oder jedenfalls etwas mit Tieren machen. Sie ist ein Einzelkind, spielt gerne am PC und verabredet sich mit Kolleginnen. In ihrem Leben hat sie bereits viel Zeit im Spital verbracht. Etwas Besonderes, das mir Selina verraten hat, ist, dass sie vier Nieren hat. (Von Stefanie)
Der angehende Koch Patrick ist Schüler an der Schule Zürich Nord. Er absolviert hier die Sekundarschule und ist 14 Jahre alt. Seit er auf der Welt ist, war er immer recht sportlich, dazu gehörten viele Unfälle und als Folge davon auch einige Narben. Patrick ist ein Einzelkind. Dies geniesst er einerseits, andererseits sei er auch etwas einsam, sagt er. Zu seinen Hobbys gehören Fussball, Unihockey, Eishockey und, nicht zu vergessen: kochen – sein Traum ist es, Koch zu werden. (Von Francis)
Die mehrfach Verletzte Julia wurde am 21. März 1995 in Zürich geboren und besucht die zweite Sekundarklasse der Schule Zürich Nord. Sie ist in einer guten Familie aufgewachsen. Am wohlsten fühlt sie sich zu Hause in ihrem Zimmer, wo sie entweder vor dem PC sitzt oder gar nichts macht. Zu ihren Wünschen und Träumen gehören: Multimillionärin zu werden, eine gute Lehrstelle zu finden und, da sie sich in ihrem Leben immer wieder verletzt hat, sich nie wieder etwas zu brechen. (Von Fabian)
Die angehende Hotelfachfrau Stefanie aus Regensdorf-Watt besucht die dritte Sekundarklasse. Bevor sie an die Schule Zürich Nord kam, hatte sie insgesamt 28 Lehrer gehabt. In ihrer Freizeit spielt Stefanie Keyboard und tanzt. Ihre Lehrstelle als Hotelfachfrau hat sie bereits seit längerem im Sack. Für die Zukunft erhofft sie sich, die Lehre erfolgreich abschliessen und danach in einem guten Hotel arbeiten zu können. (Von Adriano)
Der Glückliche Adriano lebt in Erlenbach und besucht die zweite Sekundarklasse. Seit er im letztem Sommer Stefanie aus der dritten Sek. kennen lernte, hat er eine rosige Zeit. Seine Hobbys sind rudern, Gitarre spielen und etwas mit Freunden unternehmen. Er hat einen Hund, zur Familie gehören aber auch ein Bruder und natürlich seine Eltern. Mit dem Vater versteht er sich gut, mit der Mutter gibt es manchmal Reibereien. Eines seiner schlimmsten Erlebnisse ist ein Unfall in einer Turnstunde: Er prallte mit einem Mädchen zusammen, das mit den Zähnen so stark an seine linke Augenbraue stiess, dass es eine klaffende Platzwunde gab. Als er diese nähen liess, fragte ihn der Arzt, ob er von einem Hund gebissen worden sei. (Von Selina)
Der künftige Bauer Fabian ist am 3. September 1995 in der Schweiz geboren und zusammen mit seinem älteren Bruder in Bassersdorf aufgewachsen. Dort besucht er die Jungschar. Sein grösster Traum ist es, eine Lehre als Landwirt absolvieren zu können und später einmal einen eigenen Bauernhof zu haben. Diesen Winter hatte Fabian einen Unfall, bei dem er einen Milzriss erlitt und beinahe ums Leben gekommen wäre. (Von Julia) |
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Tochtertag bei der Kantonspolizei |
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Herr Fehr arbeitet bei der Kantonspolizei Zürich. Seine Tochter Selina (1. Sek.) konnte ihn am 12. November an seinen Arbeitsort begleiten. Ein Interview.
RR: Selina, du warst am Tochtertag mit deinem Vater bei der Kantonspolizei. Kannst du uns erzählen, wie dieser Tag für dich begann? Selina: Mein Wecker läutet normalerweise erst um drei nach sieben. An diesem Morgen aber musste ich schon um Viertel nach fünf aufstehen. Um sechs Uhr waren wir bereits im Büro meines Vaters. In der Kantine tranken wir zusammen mit ein paar anderen Polizisten Kaffee und Eistee. Dort begegnete ich auch Kim und Nadine, die ich von früheren Besuchstagen kannte. Sie sind in meinem Alter und auch ihre Väter arbeiten bei der Kantonspolizei. Ich wusste schon, dass sie heute ebenfalls wieder dabei sein würden, denn wir sind seit letztem Jahr miteinander per SMS in Kontakt. RR: Wann ging der offizielle Teil des Tochtertags los? S.: Um sieben Uhr gab es eine Begrüssung. Diese fand im Freien in der Nähe des Gefängnisses statt. Wir waren etwa hundert Kinder. Nach der Begrüssung wurden wir in Gruppen eingeteilt, die nach Farben benannt waren. Nadine, Kim und ich gehörten zur roten Gruppe. RR: Das Ziel eines solchen Tages ist es ja vermutlich, den Kindern die Arbeitsbereiche der Kantonspolizei zu zeigen. Was habt ihr da alles gesehen? S.: Als erstes machten wir einen Verkehrstest. Dann ging es zur Seepolizei, wo man uns zuerst einen Film vorführte, dann verschiedene Taucherutensilien zeigte und wo wir schliesslich selber eine Übung mit Eis machen konnten. Dabei ging es darum, ein Eisstück zu durchbohren, wie es auch bei einem gefrorenen See gemacht werden muss, um zu entscheiden, ob eine Eisfläche fürs Schlittschuhlaufen freigegeben werden kann. RR: Was war eure nächste Station? S.: Nach der Seepolizei konnten wir zu den Diensthunden gehen. Wir versammelten uns alle auf einer Übungswiese, um eine Hundeshow zu verfolgen. Hier wurde uns vorgeführt, was die Hunde alles können. Es gab ein 15 Wochen altes Schäferhündchen, ein Weibchen, das erst ganz wenige Sachen konnte. Der 15 Monate alte Rüde hingegen war schon zu einigem in der Lage. Dies zeigte sich, als ein Polizist einen Verbrecher spielte, der vor dem Hund floh. Der Rüde rannte ihm sofort nach und biss ihn in den Arm. Da dieser aber sehr gut gepolstert war, machte es dem Polizisten nichts. Er hätte ihn auch ins Bein beissen können, auch das hätte ihm nichts gemacht. Auch ein zehnjähriger Hund war zu sehen, der schon ganz lange ausgebildet wird und den die Polizei für vieles einsetzen kann, zum Beispiel bei Drogenfahndungen und anderem. RR: Habt ihr auch mit einem Polizeiauto fahren können? S.: Nein, das nicht, aber wir konnten uns in ein Auto setzen, das auf dem Dach einen Wasserwerfer hat. Es war uns erlaubt, das „Wasserschiessen“ selber auszuprobieren. Wir spritzten also Wasser auf Verkehrstöggel, welche Demonstranten darstellen sollten. Ziel war es, so viele wie möglich zu treffen. Das machte Spass. RR: Dein Besuch endete am Mittag. Was war deine letzte Station? S.: Die letzte Station war bei Erich, dem Schlangenspezialisten. Ich kannte ihn schon über meinen Vater. Erich ist zuständig für den Diensthund Jeff, ein Rottweiler, der manchmal mit meinem Vater unterwegs ist. Es sei ein sehr lieber Hund, sagt Erich, er beisse nur, wenn er ihm das Kommando dazu gebe. Als ich ihn vor einem Jahr das erste Mal sah, hat er gebellt, aber Angst habe ich nicht vor ihm. Gestreichelt habe ich ihn zwar noch nie, aber wahrscheinlich würde ich es schon tun. Erich besitzt zu Hause auch ein Terrarium mit vielen verschiedenen Reptilien. Extra für diesen Tag hat er zwei seiner Korallenschlangen mitgebracht. Er versicherte uns, dass sie nicht giftig seien. Wer wollte, durfte sie einmal halten. RR: Was hat dies alles mit der Kantonspolizei zu tun? S.: Erich ist zuständig für Funde von bestimmten Tieren. Wenn zum Beispiel jemand eine Schlange oder andere Reptilien entdeckt, wird manchmal die Polizei informiert und dann rückt Erich aus. Er hat uns erzählt, dass es selbst in unseren Gegenden giftige Wespenspinnen gebe, die es manchmal nötig machen, dass er in Einsatz kommt. RR: Wie hat der Tochtertag geendet? S.: Wir, das heisst Kim, Nadine, zwei weitere Kinder und ich, konnten zum Abschluss bei einer Fahrt mit dem Wasserwerferwagen durch die Stadt dabei sein. Wir fanden es lustig zu sehen, wie die Leute uns nachgesehen haben und dabei richtig komisch aus der Wäsche geschaut haben, weil sie erstaunt waren, dass im Polizeiauto Kinder sitzen. |
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