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Die Frage, welche Kriterien ein Lieblingsplatz erfüllen muss, stand am Anfang: Die Schüler und Schülerinnen waren sich schnell einig: Ich muss mich wohlfühlen, Sicherheit und Geborgenheit gehören genauso dazu. Ein Ort, an dem ich sein kann wie ich bin und verstanden werde, das ist mein Lieblingsort. Oder auch ein Ort, an den ich mich zurückziehen kann.

Es entstanden viele verschiedene Fotografien. Die Schüler und Schülerinnen merkten, dass dieses Thema ein persönliches Thema ist, denn nicht jeder Schüler fühlt sich am selben Ort wohl. Die Schüler und Schülerinnen lernten viel übereinander und endeckten neue Seiten voneinander. Sie wurden sensibilisiert, was andere empfinden und dass es auch unter Ihnen ganz unterschiedliche Wahrnehmungen gibt.

Tarek Fawzi, ein Schüler der an der SZN die 2. Sek Job besucht, wurde von der Jury unter die zwanzig besten Fotografen gewählt. Dazu möchten wir ihm herzliche gratulieren!

Ob beim Zonenball, bei Geschicklichkeitsspielen, beim Tischtennisrundlauf oder beim Kubbspiel, die Schülerinnen und Schüler der ganzen Schule Zürich Nord massen sich in verschiedenen Wettkämpfen mit anderen Gruppen. Das Engagement der Kinder und Jugendlichen war sehr gross, auch dank des strahlenden Frühlingswetters. Sowohl in Einzelwettkämpfen, als auch in Teamchallenges, zeigten die Schülerinnen und Schüler ihr Können in den verschiedenen Pärken rund ums Schulhaus und sammelten so fleissig Punkte für ihre Gruppe. Eine eindeutige Siegergruppe konnte nicht erkoren worden, da drei Teams genau die gleiche Punktzahl erreichte.

 

Lesung mit Jürgen Banscherus

 

Konzentrierte Stille. Im Zimmer der Sek. Pro sitzen etwa 40 Schülerinnen und Schüler, die Stühle sind im Halbkreis gegen die Tafel angeordnet. Alle Blicke sind nach vorn gerichtet. Da steht der Jugendbuchautor Jürgen Banscherus, der aus „Novemberschnee“, einem der vielen von ihm geschriebenen Bücher, vorliest. Die direkte Begegnung mit einem Schriftsteller ist für die Jugendlichen immer etwas ganz Besonderes und jedes Mal sehr spannend und anregend.

Von und über Jürgen Banscherus haben wir in kurzer Zeit viel erfahren. Er erzählt zuerst, dass er aus dem Ruhrgebiet komme, dass es dort nur selten schneit und dass er erst im Alter von sieben Jahren das erste Mal eine verschneite Landschaft gesehen habe. Die tiefverschneite Landschaft, in der sein Roman «Novemberschnee» spielt, ist nicht die seiner Kindheit. Doch die Jugendlichen, die darin die Hauptrolle spielen, die könnten tatsächlich aus dem Ruhrgebiet stammen. Sie könnten aber genauso gut in einem Dorf in der Schweiz leben. Ich bin sicher, dass viele der anwesenden Schülerinnen und Schüler sich gut vorstellen können, eine Lina, einen Jurij oder einen Tom zu kennen. Und dass die drei Jugendlichen sich jeweils in einer verlassenen Hütte in einem Steinbruch treffen, dort miteinander quatschen, Nina sich zuerst in Jurij und dann in Tom verliebt, ist ebenfalls nichts Aussergewöhnliches. Aber wer jetzt denkt, dass „Novemberschnee“ eine Liebesgeschichte sei, liegt weit daneben.

Auf eine lockere Art, aber mit eindrücklicher und eindringlicher Stimme erzählt uns Jürgen Banscherus von drei Jugendlichen, die sich Schritt für Schritt in eine ganz schlimme Geschichte verwickeln, an deren Ende vier Menschen tot sind. Gerne hätten wir auch den Schluss gehört, aber da wechselt der Vorleser zur Fragerunde und berichtet danach noch davon, was ihn dazu angeregt hatte, diese Geschichte zu schreiben.

Mit einem grossen Applaus verabschieden sich die Schüler und Schülerinnen von ihm, und sicher führte die Lesung in der anschliessenden Mittagspause noch zu einigen Diskussionen und Spekulationen darüber, wie das Buch wohl endet.