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Bericht über eine Autorenlesung

Von der 3. Sek Job

 

«Der Autor Bruno Blume kam in unsere Schule, um seine Werke vorzustellen. Innerhalb von zwei Stunden erzählte er uns viel Persönliches und Privates, genauso las er uns aus seinen kreativ umgeschriebenen Shakespearebüchern vor und wirkte insgesamt sehr offen. So antwortete er locker, selbstbewusst und manchmal auch passend mit einem Konter auf diverse Fragen, inklusive wieso er ohne Schuhe und Socken im Schulzimmer stand. Sein Erscheinungsbild war für einige fragwürdig und für andere wiederum spannend und aufregend. Sein Auftreten hatte zur Folge, dass ihn so mancher auf den ersten Blick komisch fand. Seine Vorlesungen beinhalteten ein unterhaltsames Schauspiel dank seiner Stimme und passender Mimik. An verschiedenen Stellen zitierte Bruno Blume aus seinen Büchern und man merkte auf Anhieb, dass er sich intensiv mit den Werken Shakespeares sowie deren Geschichte und Hintergrund befasst hatte. Wo etliche aus der Klasse den Büchergeschmack nicht so teilten, traf er denjenigen der übrigen. Eventuell hätte Bruno Blume noch ein wenig aus seinen Jugendbüchern vorlesen können, ansonsten war es für viele ein abwechslungsreiches Erlebnis.»

 

Über die Entstehung dieses Berichts

Von Evelin Stutzer, Deutschlehrerin der Klasse

 

Entstanden ist der Text der 3. Sek Job, indem alle Schülerinnen und Schüler als erstes in ein gemeinsames Dokument auf dem Server je eine kurze persönliche Rückmeldung zur Lesung geschrieben haben. Danach haben wir bei den einzelnen Aussagen untersucht, was daran neutrale Beobachtung, was Behauptung, was Bewertung ist, wo sich ein Gefühl versteckt (zum Beispiel in Übertreibungen) und wo eine persönliche Wertung enthalten ist (zum Beispiel in negativen Bewertungen). Schliesslich sollten die Schülerinnen und Schüler versuchen, ihre darunter liegenden Bedürfnisse zu ergründen, und Begründungen finden, wenn sie etwas behauptet hatten. Eine Schülerin (Tatjana) hat dann aus all den ausgearbeiteten Einzelvoten einen zusammenhängenden flüssigen Text verfasst.

 

 

Es war einer der letzten Hochsommertage dieses Jahres. Umso mehr lohnte es sich, diesen im Freien zu geniessen und einen Anlass durchzuführen, an dem sich die neuen und die «alten» Schülerinnen und Schüler kennenlernen konnten.

Die diesjährige Herbstwanderung führte uns der Limmat entlang von Zürich Wipkingen zum Kloster Fahr. Nach einer ausgiebigen Mittagspause auf der Schlieremer Seite setzte uns der Fährmann am gegenüberliegenden Ufer ab, so dass wir am Nachmittag den Rückweg in Richtung Werdinsel in Höngg antreten konnten.

Bis zu 32 Grad heiss war es und somit auch anstrengend. Aber es hat sich gelohnt, die Strapazen auf uns zu nehmen. Die Exkursion, welche wir jeweils bewusst schon in der zweiten Schulwoche ansetzen, bietet Gelegenheit, sich mit Kindern und Jugendlichen auszutauschen, neue Schülerinnen und Schüler sowie altbekannte Gesichter genauer kennenzulernen, klassenübergreifende Freundschaften zu bilden und bei guter Laune einen Tag mit der gesamten Schule zu verbringen.

Schon jetzt freuen wir uns wieder auf das nächste Mal und hoffen auf ebenso tolles Wetter wie dieses Jahr.

 

Besonders in der dunklen Jahreszeit gibt es auf dem Schulweg immer wieder Situationen,  welchen die Jugendlichen mit einem mulmigen Gefühl begegnen. Ein Unbekannter spricht sie an, ein „komischer“ Typ hält sich in der Unterführung auf oder eine unflätige Person setzt sich im Zug neben sie. Im Rahmen eines Halbtages konnten unsere Schülerinnen und Schüler in der Sicherheitsarena in Winterthur am Workshop mit dem Titel „Your Power“ teilnehmen. So erhielten sie Gelegenheit, in einer sehr real wirkenden Szene, adäquates Verhalten in „unguten“ Situationen zu trainieren. In erster Linie ging es darum, zu lernen, sich so zu verhalten, dass gefährliche Situationen gar nicht entstehen. Dabei trainierten sie eine selbstsichere Körperhaltung und wie man unangenehme Gespräche mit Fremden vermeiden kann. Zu guter Letzt lernten sie, wie man klar und deutlich Distanz schaffen kann, falls mal jemand zu aufdringlich wäre. Ziel dieser Distanz war es immer, schnell und sicher aus einer unangenehmen Situation herauszukommen.

Die Schülerinnen und Schüler haben in diesen drei kurzweiligen, spannenden und unterhaltsamen Stunden enorm viel erfahren. Bei sämtlichen Teilnehmern liess sich eine Steigerung der Auftrittskompetenz feststellen. So konnten alle Beteiligten gestärkt nach Hause gehen und haben etwas in die Hand bekommen, um sich im öffentlichen Raum sicherer zu fühlen.