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Kochen

Mittwochmorgen, vierter Kochtag für die Halbklasse der 1. Sek. Ich begleite die Schülerinnen und Schüler zum Kochunterricht, der in einer etwa zehn Minuten entfernt liegenden Küche stattfindet. Vivi erzählt bereits auf dem Hinweg von ihrer Salatsauce, der sie neben Essig, Öl, Salz und Pfeffer ganz wenig Holunderblütensirup beigefügt habe. Die Aufgabe war, zu Hause eine Salatsauce herzustellen und das Mise-en-Place als Foto mitzubringen.

In der Küche hat die Lehrerin, Sarah Wüst, über zwanzig Arbeitsgeräte ausgebreitet. Die Schaumkelle gehört nach diesem Theorieblock selbstverständlich zum Vokabular wie der Sparschäler und der Schwingbesen.

Das heutige Menü klingt lecker:

 

Gespritztes-Apfel-Minze-Getränk
Fleisch-Gemüse-Spiessli
Salzkartoffeln
Kräuterbutter
Chicoréesalat mit Orangen

 


Sangita und Jan sind für Salzkartoffeln und Kräuterbutter zuständig, Philipp und Jessica für die Spiessli. Vivi übernimmt die Verantwortung für den Salat und das Getränk. Um 11.15 Uhr wird es beim Anbraten der Spiessli hektischer, die Kartoffeln brauchen nicht mehr lange, und der Tisch wird gedeckt. Und tatsächlich ist alles zum richtigen Zeitpunkt fertig – ein wahres Feuerwerk, so ein Mittagessenkochen zu sechst in der Küche! Wir setzen uns und lassen uns das Essen schmecken.

Sobald alle aufgegessen haben, geht’s ans Aufräumen. Jeder ist für seinen Platz verantwortlich und macht sein Ämtli: Vorspülen, Abwaschen, Abtrocknen oder Versorgen. Dem darf ich mich entziehen, und ich verlasse satt und beeindruckt die Kochlektionen, beeindruckt, weil zahlreiche Kompetenzen im Hauswirtschaftsunterricht gefragt sind und umgesetzt werden in äusserst wertschätzender, fröhlicher Stimmung. (Regula Weber)